Diversität in der Forschung stärkenDas GinF-Projekt
9. Februar 2026

Foto: HRA
Das von der Hamburg Research Academy gemeinsam mit dem ZGD koordinierte Projekt GinF fördert die Integration von Geschlechter- und Diversitätsaspekten in der Forschung. Im Interview erklärt die Projektverantwortliche Lynn Berg, wie die Angebote von GinF Forschenden helfen, die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten zu verbessern und Verzerrungen abzubauen.
Was ist GinF und welche Ziele verfolgt das Projekt?
360° Geschlecht in der Forschung (GinF) ist ein BMFTR-gefördertes Projekt und wird gemeinsam von der HRA und dem Zentrum Gender & Diversity (ZGD) umgesetzt. Ziel von GinF ist es, Forschende dabei zu unterstützen, Geschlechter- und Diversitätsaspekte sinnvoll in ihre Forschung einzubeziehen. So trägt das Projekt dazu bei, die Forschungsqualität zu stärken, bestehende Verzerrungen zu reduzieren und den Anforderungen nationaler und internationaler Forschungsförderung gerecht zu werden.
Warum ist es heute wichtig, Geschlecht in der Forschung mitzudenken?
Die Frage, ob und wie Geschlecht in einem Forschungsvorhaben relevant ist, stellt sich in vielen Fachdisziplinen. In der Forschungspraxis fehlt die systematische Berücksichtigung von Geschlecht jedoch häufig. Forschung, die nur ein Geschlecht oder geschlechtliche Unterschiede nicht ausreichend berücksichtigt, kann zu verzerrten oder unvollständigen Ergebnissen führen. Gleichzeitig stehen Forschende oft vor ganz konkreten Fragen: Wann ist Geschlecht relevant? Wie lässt es sich sinnvoll erheben? Und wie geht man mit unterschiedlichen Verständnissen von Geschlecht um? Genau hier setzen die Angebote von GinF an und unterstützen dabei, diese Fragen fachlich fundiert und kontextbezogen zu bearbeiten.
Welche Angebote gibt es insbesondere für Promovierende und Postdocs?
GinF bietet verschiedene Formate an, die sich insbesondere an Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen richten. In Talks und Spotlights geben nationale und internationale Expert:innen Einblicke in die Bedeutung von Geschlechter- und Diversitätsdimensionen in unterschiedlichen Forschungskontexten. Workshops verbinden fachspezifische Wissensvermittlung mit der Arbeit an eigenen Forschungsvorhaben. Ergänzend dazu unterstützt die GinF-Beratung Forschende hochschulübergreifend bei der Reflexion ihres Forschungsprofils sowie bei der Prüfung und Ausgestaltung von Geschlechter- und Diversitätsaspekten in Drittmittelanträgen.
Infos zu Veranstaltungen, Beratung und Kooperationen finden Sie auf der neuen Projektwebseite: https://www.ginf-hamburg.de/


